HGI Handels-, Gewerbe- und Industrieverein Niedereschach e.V.

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Vortrag "Psychische Gefährungsbeurteilung"

HGI Themenabend

25.04.2017 - Einladung zum Vortrag "Risiko und Chancen der psychischen Gefährdungsbeurteilung" - besonderer Schwerpunkt: psychische Belastung

Der HGI Niedereschach e.V. lädt seine Mitglieder und alle Unternehmer / -innen der Gesamtgemeinde Niedereschach zu einem brandaktuellen Thema ein, dass alle Unternehmer / -innen betrifft. Wir informieren Sie über die aktuellen Forderungen des Arbeitsschutzgesetzes.

Am Mittwoch, den 17. Mai 2017 um 19:00 Uhr in der Eschachhalle (Otto-Sieber-Saal).

Außerdem informieren wir Sie darüber, wie Sie sich vor Risiken schützen können sowie über Möglichkeiten und Chancen der Psychischen Gefährdungsbeurteilung. Themen, unter anderem, sind:

° Was bedeutet das Haftungsrisiko für Unternehmen? Rechtliche Grundlagen.
° Fakten zum Thema: Psychische Erkrankungen und die Folgen für Unternehmen.
° Was kosten kranke Mitarbeiter, z.B. durch Burnout?
° Prozessablauf einer Gefährdungsbeurteilung.
° Wer kontrolliert die Durchführung und Umsetzung?
° Präventive Vorsorge durch den Arbeitgeber.

Seit September 2013 sind gemäß Arbeitsschutzgesetz (§ 5 ArbSchG) alle Unternehmen dazu verpflichtet, eine sogenannte Psychische Gefährdungsbeurteilung ihres Unternehmens durchzuführen und nachzuweisen. Auch die bisherige Ausnahme von Kleinbetrieben aus der Dokumentationspflicht wurde gestrichen.

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist damit Pflicht des Arbeitgebers. Zudem müssen jetzt auch Kleinbetriebe (bis maximal zehn Beschäftigte) das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die vom Arbeitgeber festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis der Überprüfung dokumentieren. Die bisherige Herausnahme von Kleinbetrieben aus der Dokumentationspflicht wurde gestrichen.

Es müssen alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Ermittlung der erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes eine Beurteilung der Gefährdungen in ihren Unternehmen vornehmen. Wenn es erforderlich ist, müssen sie schließlich geeignete Maßnahmen entwickeln, umsetzen und auf ihre Wirksamkeit überprüfen. Die Gefährdungsbeurteilung hat somit das Ziel, Unfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen. Dazu gehört auch die psychische Belastung bei der Arbeit.

Führen Unternehmen die Psychische Gefährdungsbeurteilung nicht durch, drohen ihnen erhebliche Konsequenzen. So können Arbeitnehmer im Falle fehlender oder fehlerhafter Gefährdungsbeurteilungen, sofern sie gesundheitliche Beeinträchtigungen erleiden, Schadensersatz geltend machen.

Leistungsträger wie die gesetzliche Unfallversicherung nehmen in diesem Fall die Arbeitgeber in Regress. Bei Arbeitsgerichtsprozessen können Nachlässigkeiten zu gravierenden Nachteilen für den Arbeitgeber führen. Eine krankheitsbedingte Kündigung ohne ein nachweisbares Bemühen des Arbeitgebers um die körperliche und geistige Gesundheit seiner Mitarbeiter ist mittlerweile nahezu ausgeschlossen.

Refrent Franz Waßmer

Franz Waßmer ist Gründer und Geschäftsführer der Firma ZIEL³ - Personen & Unternehmens Coaching. Er berät Unternehmen bei der Strategie - Entwicklung und Etablierung einer nachhaltigen Führung und Unternehmensentwicklung. Franz Waßmer begleitete in seiner 45-jährigen Berufstätigkeit verschiedene Führungsfunktionen in der Wirtschaft, Politik und Sport (haupt-und ehrenamtlich). Das angeeignete Wissensmanagement vermittelt er jetzt als Referent und Unternehmensberater.

Der HGI freut sich über eine zahlreiche Teilnahme zu dieser Veranstaltung. Der Vortrag ist kostenlos, eine Anmeldung sind nicht notwendig.